Sophia Hirsch _ Zykologramm - das war Bolbig

Bewegen

Der Thermometerstand bewegt sich beinahe ebenso schnell rauf und runter wie die Tasten der Redaktionstastatur. Waldbrände bewegen sich durch die ostdeutsche Ebene, wie schon die letzten Sommer von einem Truppenübungsplatz zum nächsten. Die Bewegung junger Leute aus eben jener Ebene in die Städte schreitet unverändert voran. Sogar die Sonnenblumen vertrocknen auf Brandenburger Äckern und in Schkopau wird die erneute Abwicklung chemischer Industrie angekündigt. Geht es abwärts, nicht nur im Ackerbau, oder bewegt sich hier etwas im Kreis, drehen Rückbau und Aufbau Pirouetten?

Editorial der Redaktion
August 2025

Sophia Hirsch - Bakelit

Queer, Antifa, Ostdeutsch. Wie bewegend Solidarität sein kann.

So viele Menschen wie noch nie haben sich diesen Sommer zu und in Pride Marches durch Ostdeutschland bewegt.

von Jennifer Anlauf

Frauenrechte unter Druck

Wie Frauenrechte in Kroatien unter Druck geraten

Waren im ehemaligen Jugoslawien reproduktive Rechte in der Verfassung verankert, forcieren rechte Kräfte mit kirchlicher Unterstützung eine Rückwärtsbewegung. Gespräch mit der Juristin und Aktivistin Nada Topić Peratović

von Konstantin Hadži-Vuković

Sophia Hirsch - Schnee

„Meine Heimat ist Vielfalt“

Von Umbruch zu Umbruch schreitet die Lausitz. Die Autorin und Filmemacherin Grit Lemke im Gespräch über den Landstrich, seine Bewohner:innen und die Frage nach westdeutschem Kolonialismus.

Interview von Roland Zschächner

Sophia Hirsch - Bakelit

Bewegungs- statt Ostpartei

Die Partei “Die Linke” in der Zweiten Berliner Republik: Entgegen früherer Wahlergebnisse konnte Die Linke bei der vergangenen Bundestagswahl im Westen deutlich Stimmen gut machen.

von Konstantin Petry

Frauenrechte unter Druck

Insel ohne Umlaufbahn

Wie bewegt man sich durch eine Welt, die einem nie ganz gehört – und der man trotzdem nie ganz entkommt? Über Migration, Kindheit, soziale Herkunft und Identität im, mehr als nur geographischen, deutsch-polnischen Grenzgebiet.

von Isza

Sophia Hirsch - Schnee

Außer Atem – zwischen Luxusapartment, Dong-Xuan und Neubauwohnung

Die ARD-Miniserie „Nackt über Berlin“ ist weit mehr als ein Jugenddrama. In sechs Teilen erzählt sie mit Tempo, Witz und Tiefgang von zwei Ostberliner Teenagern, die ihren Schuldirektor entführen – auf der Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und sich selbst.

von Angelika Nguyen

bluesky-logo

Brotherland

Die Geschichte ist nicht zu Ende. Es gibt Ereignisse, die bleiben, wie die Pogrome gegen Vertragsarbeiter:innen in Ostdeutschland. Sie verweisen auf die Vergangenheit und wirken bis heute nach. Die Ausstellung Brotherland begibt sich auf die Suche nach Träumen, Gewalt und dem, was davon übrig geblieben ist.

von Martina Zaninelli und Thomas Jakobs

Sophia Hirsch - Bakelit

Anarchy in the Kazakhstan

In Almaty, Kasachstan, bewegt sich eine kleine aber sehr aktive alternative Szene auf Punkkonzerten. Zu den Einheimischen mischen sich Viele, die Putins Russland hinter sich lassen wollten oder mussten.

von Hardy Krüger

Sophia Hirsch - Schnee

Unentschlosssen

Reflexion eines anarchistischen DDR-Oppositionellen über den Werdegang einiger ehemaliger Mitstreiter:innen in der aktuellen Diskussion um bundesdeutsche Aufrüstung in einem persönlichen Text über historische Verkürzungen, politische Verantwortung und die Frage, was Frieden heute bedeutet.

von Wolfgang Rüddenklau

Urbanes Sofa

Gespräche zwischen Front und Freiheit

Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist der Anarchismus wieder verstärkt im Fokus linker Debatten im russischsprachigen Raum. Auch in der Ukraine fällt immer häufiger der Name des anarchistischen Widerständlers Nestor Machno als linkes Gegenbeispiel zum Nationalisten Stepan Bandera. Ist Anarchismus jetzt der neue Trend und löst die Anhängerschaft zu Nawalny ab?

Interview mit Valerie Brosch

Urbanes Sofa

Stillstand in Bewegung

Der Blick auf Plattenbauten, Friedhöfe oder Alltagsszenen erzählt von scheinbarem Stillstand, von einem Davor und Danach, von einer Geschichte, die weiterläuft – selbst im Moment der Ruhe. „Bewegen“ bedeutet hier nicht immer physische Bewegung, sondern auch Verschiebung im Denken, im gesellschaftlichen Gefüge, in unseren Beziehungen zu Raum und Erinnerung. Die Fotos dokumentieren politische Proteste ebenso wie queere Sichtbarkeit, alltägliche Orte des Übergangs, Zeichen des Wandels, der Erosion, der Wiederaneignung.

von Hannah Uhlmann

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